Anti-Mobbing-Projekt
Anti-Mobbing-Projekt
Was ist Gewalt? Wo fängt Gewalt an? Was ist der Unterschied zwischen Ärgern und Mobbing? Was wollen die Täter hinter ihrem Verhalten denn eigentlich? Was kann man gegen Mobbing tun?
Alle diese Fragen sind wichtig auch für die Einschätzung des Verhaltens an unserer Schule. Um diesem Thema nachzugehen, kam der Sozial-, Theater- und Präventeionspädagoge Dirk Bayer kurz vor den Weihnachtsferien zu uns an die Schule.
Am ersten Tag spielte er zuerst den Erst- und Zweitklässlern, danach den Dritt- und Viertklässlern ein Theaterstück vor. Dabei schlüpfte er in verschiedene Rollen und nahm die Kinder in die Situationen mit.
So begann es mit „Sven“, einem coolen Typen, der einen anderen zu einer Mutprobe anstiften wollte und ihm dafür vielleicht seine Freundschaft anbieten wollte.
Die Kinder spielten verschiedene Handlungsmöglichkeiten durch und erkannten dabei, dass das „coole“ Verhalten eigentlich gar nicht wünschenswert war und hinter der Anstiftung keine wirkliche Freundschaft steckte.
In einer weiteren Geschichte wollte „Sven“ ein Mädchen von seinen Freundinnen trennen, indem er schlecht über sie redete. Glücklicherweise hielten sie aber zusammen und gingen ihm einfach aus dem Weg. Dabei zeigte sich, dass der Täter sich dann neue Opfer suchen muss. Wichtig in diesen Situationen ist immer, dass mehrere Kinder zusammenhalten.
Herr Bayern schlüpfte dann in die Rolle von „Markus“. Er ärgerte den Neuen in der Klasse. Und dadurch, dass er die Klasse dazu brachte, dabei mitzumachen und der Neue letztendlich ganz alleine dastand, wurden die Mitschüler ebenfalls zu Tätern und aus dem Ärgern wurde Mobbing.
Wichtig ist es auch in dieser Situation, dass andere Kinder sich nicht anstecken lassen, sondern Stellung beziehen und sich auf die Seite des Geärgerten stellen. Dann hat er Anschluss und ist nicht mehr allein.
Was dabei auch deutlich wird: In der Gruppe sind wir stark. Je mehr also zusammen halte, desto besser ist es. Alleine zu widersprechen, braucht ganz schön viel Mut. Hilfe holen bei den Lehrkräften ist natürlich auch immer eine gute Möglichkeit.



